Fachtherapien: Therapeutischer Prozess

Fachtherapien: Therapeutischer Prozess

Im zweiten Teil zu Fachtherapien wird der therapeutische Prozess näher erläutert.

Teil 1: Definitionen

Physiotherapie
Teil des therapeutischen Prozesses sind Übungen zur Körperwahrnehmungsschulung, Atem- und Stimmübungen, Entspannungsübungen und -techniken, Bewegungstherapie, angepasstes Körpertraining sowie spezifische Massagetechniken.

Physiotherapie bringt bei verschiedenen psychischen Erkrankungen Vorteile mit sich. Bei depressiven und bipolaren Erkrankungen kann körperliche Aktivität sowie erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber dem eigenen Körper depressive Phasen positiv beeinflussen. Die Teilnahme an Gruppentherapie erleichtert es, sozial wieder besser in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen. Auch manische Phasen können mithilfe der Physiotherapie reguliert und strukturiert werden. Es können alternative Wege gefunden werden, um die eigene Energie sinnvoll zu nutzen. Bei Angstzuständen und Angststörungen kann die körperliche Aktivität lösend wirken und es kann neue Selbstsicherheit erlangt werden. Das Vermeidungsverhalten kann mithilfe spezifischer Übungen, welche in angstauslösenden Situationen helfen, abgebaut werden.

Physiotherapie bringt bei verschiedenen psychischen Erkrankungen Vorteile mit sich. Bei depressiven und bipolaren Erkrankungen kann körperliche Aktivität sowie erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber dem eigenen Körper depressive Phasen positiv beeinflussen. Die Teilnahme an Gruppentherapie erleichtert es, sozial wieder besser in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen. Auch manische Phasen können mithilfe der Physiotherapie reguliert und strukturiert werden. Es können alternative Wege gefunden werden, um die eigene Energie sinnvoll zu nutzen. Bei Angstzuständen und Angststörungen kann die körperliche Aktivität lösend wirken und es kann neue Selbstsicherheit erlangt werden. Das Vermeidungsverhalten kann mithilfe spezifischer Übungen, welche in angstauslösenden Situationen helfen, abgebaut werden.

Ergotherapie
Die Ergotherapie nutzt alltägliche Tätigkeiten, um die Handlungsfähigkeit wiederherzustellen oder auszuweiten. Das Ziel ist, die Selbständigkeit im täglichen Leben zu verbessern und ungünstige Verhaltensmuster abzulegen. So werden alltägliche Tätigkeiten unter therapeutischer Aufsicht erledigt und ungünstige Muster können korrigiert werden. Die Ergotherapie fokussiert auf drei Bereiche: kognitive Funktionen, sozial-emotionale Kompetenzen und psychische Grundleistungsfunktionen. Die kognitiven Funktionen umfassen Konzentration, Aufmerksamkeit sowie Merkfähigkeit. Die sozial-emotionalen Kompetenzen umfassen Kontakt, Kommunikation, Durchsetzung sowie Kritikfähigkeit. Die psychischen Grundleistungsfunktionen bezeichnet die Belastbarkeit, Entscheidungfähigkeit, Selbstvertrauen sowie Eigen- und Fremdwahrnehmung. Mithilfe der Ergotherapie kann Antriebslosigkeit entgegengewirkt werden. Ausserdem hilft es dabei, Ängste zu überwinden und abzulenken. Es ist auch wichtig, im Rahmen der Ergotherapie Erfolgserlebnisse zu empfinden. Im weiteren Verlauf der Behandlung können dann die individuellen Fähigkeiten gestärkt werden.

Körpertherapie
In der Körpertherapie werden verschiedene Methoden angewandt. Eine davon ist die Akupressur. Dabei wird mit einem stumpfen Druck auf Akupressurpunkte gearbeitet, welche die Lebensenergie beeinflussen. Bei der Akupunkt-Massage wird nach einem ähnlichen Prinzip vorgegangen. Es wird ein kleiner Metallstab dafür verwendet, mit welchem über Akupunkturmeridiane gestrichen wird oder einzelne Punkte direkt stimuliert werden. Eine weitere Methode ist die Alexander-Technik. Sie fokussiert sich vor allem auf die Körperhaltung und soll den Patienten schlechte Gewohnheiten im Bezug auf ihre Haltung aufzeigen. Eine ähnliche Methode ist die Feldenkrais-Methode. Dabei werden alltägliche Bewegungsmuster angepasst um Bewegungen zu erleichtern. Auch die Esalen-Massage wird in der Körpertherapie angewendet, um körperliche als auch energetische Blockaden zu lösen. Es handelt sich dabei um eine Ganzkörpermassage. Die Körperwahrnehmung soll dabei gefördert werden und eine harmonische Balance hergestellt werden. Die Methode ist bei Nacken- und Rückenschmerzen, sowie Kopfschmerzen und Migräne indiziert.

Das Rolfing beschreibt eine Technik, welche sich auf das Bindegewebe und die Faszien konzentriert. Die zwei Faktoren spielen eine Rolle bei der Körperhaltung. Die Faszien können sich durch Verletzungen und Fehlhaltungen verstärken oder verhärten. Dies trägt wiederum zur Fehlhaltung bei und kann zu Bewegungseinschränkungen führen.

Bei der Rosenmethode wird eine Entspannung und Zugang zu verborgenen Gefühlen mithilfe sanfter Berührungen ermöglicht. Die Methode basiert auf der Annahme, dass muskuläre Verspannungen auch emotional bedingt sind.

Mal- und Gestaltungstherapie
Die Therapie orientiert sich an der Annahme, dass es einfacher ist, Konflikte auf kreative Weise auszudrücken als verbal darüber zu kommunizieren. Die kann vor allem für Patienten mit traumatischen Erfahrungen entlastend sein. Es können verdrängte Gefühle zum Vorschein kommen und auch Gefühle, deren man sich schämt, zum Ausdruck gebracht werden. Beim Malen und Gestalten wird der Mensch aktiv und sucht ein Gleichgewicht zwischen Denken und Handeln. Dieser innere Fokus hat eine entspannende Wirkung und hilft beim inneren Aufatmen. Entsprechend wirkt die Mal- und Gestaltungstherapie auf der muskulären Ebene entspannend, was zu einem ruhigeren und tieferen Atem führt und schmerzlindernd wirkt. Sie führt auch zu seelischer Ruhe und Ordnung. Unterbewusste Gefühle können erlebt und neu geordnet werden. Zudem vermittelt die Therapie Hoffnung und Kommunikationsfähigkeiten. Die Therapie hilft den Selbstwert zu verbessern und inneren Halt zu finden.

Musiktherapie
Die Musiktherapie kann in rezeptiv und aktiv unterteilt werden. Rezeptiv bedeutet, dass der Therapeut die Musik erzeugt und auf den Patienten wirken lässt. Aktiv hingegen bedeutet, dass der Patient selbst Musik erzeugt. Es steht nicht im Vordergrund, dass der Patient ein Instrument erlernt oder musikalisch ausgebildet wird, sondern dass er mithilfe der Klänge und Instrumenten Zugang zu seinem inneren Erleben findet. Die Musik löst Gefühle aus oder bringt Gedanken hervor. Welche Gefühle oder Gedanken dies sind, ist von jedem Patienten individuell abhängig. So werden auch Instrumente sowie Musikstile, die verwendet werden, individuell an den Patienten angepasst. Ebenfalls wichtig für die Musiktherapie ist das Gespräch zwischen Patient und Therapeut. Dabei kann der Patient das Erlebte verarbeiten. Dies ist besonders wichtig, wenn unangenehme Gefühle oder schmerzhafte Erinnerungen geweckt werden. Es kann eine Veränderung der Gedanken und Gefühle bewirkt werden, indem neue Klänge entdeckt werden. Es kann auch hilfreich sein, wenn der Therapeut das Gespielte aufnimmt, um später gemeinsam darüber zu reflektieren.

Teil 3: Transfer in den Alltag

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