Station B3 – Behandlung von Traumafolgestörungen

Als Klinik mit kantonalem Versorgungsauftrag bieten wir Menschen mit Traumafolgestörungen ein spezialisiertes Therapieangebot mit primär kognitiv-verhaltenstherapeutischer Ausrichtung. Traumatische Erlebnisse erschüttern die Welt von Betroffenen. Oftmals sind leidvolle Lebenswege mit psychischen und somatischen Symptomen die Folge. Unser interdisziplinäres Behandlungsteam versteht es als seinen Auftrag, Menschen mit Traumafolgestörungen in ihrer Stabilisierung zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihre Ressourcen wieder zu erkennen und zu nutzen. Gelingt es, die traumatische Erfahrung in die eigene Biografie zu integrieren, werden posttraumatische Reifung und eine Entwicklung hin zu einer aktiven Teilnahme am Alltagsleben wieder möglich.

  • Die Aufnahme erfolgt auf ärztliche Zuweisung, in begründeten Situationen auf eigene oder auf Initiative von Drittpersonen
  • Informationen zur Aufnahme erteilen der Oberarzt, die Stationsleiterin oder die zentrale Triagestelle, Telefon 044 929 81 11 
  • In Versicherungs- und Kostenfragen unterstützt Sie gerne die Patientenadministration, Telefon 044 929 82 46
  • Die Besuchszeiten sind täglich von 9 bis 21:30 Uhr. Wir bitten Sie, auf die Therapiezeiten Rücksicht zu nehmen

Bei traumatisierten Patienten ist die Beziehung zu sich selbst, zu engen Bezugspersonen und zum sozialen Umfeld häufig stark beeinträchtigt. Der Gestaltung der therapeutischen Beziehung in den Einzeltherapien und des Milieus auf der Station fällt somit eine Schlüsselrolle zu. Die Therapieplanung wird angesichts der grossen Unterschiede in der Art der Traumatisierung und der individuellen Voraussetzungen der Patienten sowie der aktuellen Symptome und Probleme individuell auf die Patienten zugeschnitten und gemeinsam mit diesen entwickelt.  

Die Therapie ist auf eine Behandlungsdauer von zehn Wochen ausgerichtet und gliedert sich in drei Phasen: Stabilisierung, schonende Traumaexposition und Neuorientierung im Alltag. Auf der Basis einer vertrauensvollen und heilungsförderlichen Beziehung kommen traumaspezifische Psychotherapieverfahren – in der Einzeltherapie insbesondere NET (Narrative Expositionstherapie), IRRT (Imageriy Rescripting and Reprocessing Therapy), traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie, in der Gruppentherapie STAIR (Skillstraining zur affektiven und interpersonellen Regulation) – zum Einsatz. Diese werden durch körpertherapeutische, ergotherapeutische und milieutherapeutische Angebote ergänzt.

Unsere offen geführte Station wendet sich an Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren mit klassischen oder komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen. Auf der Symptomebene zeigen sich bei diesen Krankheitsbildern häufig dissoziative Zustände, Intrusionen, chronische Depressivität, Ängste, unkontrollierbare Stressreaktionen und Schlafstörungen. Überforderung mit dem Leben, oftmals einhergehend mit Arbeitsplatzverlust, fehlender Tagesstruktur und Rückzug vom sozialen Leben sind die Folgen. Ziel der Behandlung ist es, dass die erkrankte Person äussere und innere Sicherheit aufbauen, die Fähigkeit zur Selbststeuerung ihrer Gefühle erlangen und die traumatische Erfahrung in die eigene Lebensgeschichte integrieren kann. 

Ein umfangreiches Therapieangebot, das neben pflanzlichen Heilmitteln sowie Akupunktur auch kreative, bewegungsorientierte Therapieformen und Ernährungsberatung beinhaltet, rundet das medizinisch-therapeutische Angebot ab. Jeder Patient und jede Patientin wird darüber hinaus vom Sozialdienst begleitet. In einem Erstgespräch wird der Unterstützungsbedarf eruiert, so dass gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit dem Patienten Veränderungen in der Wohn- oder wirtschaftlichen Situation eingeleitet werden können.

In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Naturheilkunde der Universität Zürich bieten wir die Anwendung von Heilpflanzen und Akupunktur nach NADA-Protokoll an. Für Patienten und Patientinnen, die über das stationsinterne Angebot hinaus am Bewegungs- und Entspannungsangebot teilnehmen wollen, bietet die Klinik stationsübergreifend Nordic Walking, Qi Gong, Yoga, Pilates, Kraft- und Fitnesstraining sowie Massage an.

Die Station verfügt über 16 reguläre Betten und ein Notbett. Die neun Einzel- und vier Doppelzimmer sind alle mit Dusche/WC ausgestattet. 

Das behagliche Ambiente und die schöne Aussicht ins Grüne unterstützen die Genesung unserer Patienten. Die wohnlich eingerichteten Zimmer verfügen mehrheitlich über Telefon- und Fernsehanschlüsse (gegen Gebühr) und WLAN. Es sind auch barrierefreie Zimmer verfügbar. Auf Nachfrage gibt es auf bestimmten Stationen die Möglichkeit, ein Einzelzimmer gegen Aufpreis zu beziehen.
Unseren Patienten und Patientinnen stehen auf den Stationen Waschmaschinen und Tumbler zur freien Verfügung. Gerne waschen und bügeln wir persönliche Wäsche aber auch in unserer Wäscherei.
Wir legen grossen Wert auf eine saisonale, marktfrische und qualitativ hochwertige Küche. Das täglich wechselnde Angebot besteht aus einem Fleisch- oder Fischmenu und einem vegetarischen Gericht. Zudem servieren wir auf Verordnung des Arztes verschiedene Diätmenüs und Kostformen.

www.clienia-gastro.ch

Kiosk:

Im Empfangsbereich finden Sie Heiss- und Kaltgetränke-, Verpflegungs- und Zigarettenautomaten sowie einen Kiosk mit Tageszeitungen, ausgewählten Zeitschriften, Büchern, Süssigkeiten und Geschenken. Auch Hygieneartikel können gekauft werden. 

Internetcorner

In der Nähe des Empfangsbereichs befindet sich die 24 Stunden verfügbare Computerecke mit ADSL-Internetanschluss und Drucker.

Freizeitangebote

Die Umgebung von Oetwil am See birgt eine grosse und attraktive Auswahl an Freizeit- und Unterhaltungsangeboten. In der Nähe der Klinik finden sich unter anderem:

  • Spazier- und Wanderwege
  • Vita-Parcours und Finnenbahn 
  • Freibad (Oetwil) und Strandbäder (Greifensee, Zürichsee)
  • Hallenbäder (Männedorf, Uster)
  • Tennis- und Squash-Center (Halle)
  • Streetball-Platz
  • Langlauf-Loipe im Winter
  • Kegelbahn
  • Bibliothek, Coiffeur und Kosmetiksalon im Ort

Seelsorge Clienia Schlössli

Stationsinformationen